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20
Mark Gedenkmünze DDR
Der
um 1660 in Danzig geborene Schlüter lernte bei dem Bildhauer Saponius und
ging 1694 nach Berlin, wo er Hofbildhauer wurde und nach einem Studienaufenthalt
in Italien 1698 die Bauleitung am Zeughaus und Schloß übernahm. 1702-04
war er Direktor der Akademie der Künste. 1696 entstanden für das Zeughaus
die berühmten 21 Masken sterbender Krieger und zahlreiche bauplastische
Arbeiten, die auf einen größeren Werkstattbetrieb schließen lassen.
1699-1708 schuf Schlüter das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten (Charlottenburger
Schloßhof). Als maßgeblicher Architekt der Großbauten Friedrichs I.
prägte er das Bild des barocken Berlin, vor allem mit dem gewaltigen
Schloßbau (im II. Weltkrieg zerstört, Ruine 1950 abgebrochen).
1706 fiel er in Ungnade, nachdem an verschiedenen Bauwerken technische
Schäden auftraten. Ab 1713 arbeitete Schlüter für Zar Peter I. in St.
Petersburg, wo er 1714 starb. Sein Stil ist geprägt von barocker Bewegung
und Leidenschaftlichkeit, seine Architektursprache erinnert an das
feierliche Pathos michelangelesker Ordnungen. |
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