Kipper und Wipper
In der Mitte des 16. Jhd. kamen Spekulanten auf die Idee, die überwertigen Münzen mittels einer Waage (Wippe) auszusondern und gewinnbringend einzuschmelzen (kippen). Vollwertiges Geld verschwand vom Markt und wurde durch schlechteres ersetzt (Heckengeld), was zu einer Inflation führte. Alle Welt begann nun, mit Geld zu handeln. Wer noch arbeitete, war der Dumme. Die erste große Inflation in Deutschland war einer der Auslöser für den Prager Fenstersturz 1618 und damit den Beginn des 30jährigen Krieges. Um 1623 setzte eine Prozeßwelle ein, die die Schuldigen ahndete. Das Münzwesen wurde später durch Scheide- und Kupfermünze revolutioniert, der "verbrecherischen Münz- Verschlechterung" Einhalt geboten.
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