Gedenkmünzen und Sonderausgaben
- sind Münzen, die auf ein denkwürdiges Ereignis hinweisen. Der Bund als Inhaber des Münzregals beauftragt die Prägeanstalten der Länder zur Herstellung der Münzen. Diese zeigen, entgegen den normalen Euro-Kursmünzen, auf der Motivseite eine Illustration im Zusammenhang mit dem Ausgabezweck. Die Wertseite zeigt den Bundesadler. Dieser wird jeweils der Motivseite angepasst. Die Aufsicht darüber hat das Bundesministerium der Finanzen. Die Geschichte der Gedenkmünzen und Sonderausgaben geht zurück bis in die Zeit der Griechen. Schon in der Antike gab man anlässlich bedeutsamer Geschehnisse besondere Münzen aus. Bis zum Ende des Jahres 2001 wurden Gedenkmünzen in der Währungsbezeichnung Deutsche Mark geprägt. Die Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland wurden zum Nennwert von jeweils 5 und 10 Mark geprägt. Alle Gedenkmünzen können weiterhin unbefristet bei den Landeszentralbanken in Euro umgetauscht werden. Gedenkmünzen sind im Gegensatz zu Gedenkprägungen oder Medaillen, entsprechend ihrem Nennwert, offizielle Zahlungsmittel im Ausgeber-Land.
2 Euro-Umlauf-Gedenkmünzen

Jedes Land welches Euro-Münzen ausgibt hat das Recht, zusätzlich zu den regulären 2-Euro-Kursmünzen, jährlich 2-Euro-Gedenkmünzen mit landeseigenem Motiv zu prägen. Diese Münzen bestehen aus den gleichen Materialien wie die üblichen 2 Euro-Umlaufmünzen werden aber in limitierter Anzahl sowie in der Prägeart "Polierter Platte" verausgabt. Die Bildseite dieser Gedenkmünzen weicht von den normalen Umlaufmünzen ab, um so das Gedenken an bestimmte Ereignisse zu ermöglichen. Da diese Gedenkmünzen auch für den regulären Münzumlauf gedacht sind, handelt es sich hierbei also gleichermaßen um Umlaufmünzen. 2012 verausgabt Deutschland 2 Gedenkmünzen zu 2 Euro. 10 Jahre Euro - So das Motto der ersten Gedenkmünze und zum anderen die reguläre Münze mit landeseigenem Motiv aus der Serie "Die 16 Bundesländer". 2 Euro sind das Sammelgebiet Nr. 1 in Deutschland und Europa.
10 Euro-Gedenkmünzen aus Silber

Am 1. Januar 2002 wurde die Währung von Mark auf Euro umgestellt. Seit diesem Zeitpunkt werden jährlich mehrere Gedenkmünzen zu 10 Euro aus Silber ausgegeben. Begonnen wurde diese Serie mit einer Münze anlässlich der Währungsumstellung. Diese Münzen zum Nennwert von 10 Euro werden in zwei Prägequalitäten (st= stempelglanz und in pp= Polierte Platte) hergestellt. Eine Ausnahme machte das Jahr 2006 mit nur vier Gedenkmünzen. Die Motivseite wechselt entsprechend dem Thema, die andere Seite zeigt immer den Bundesadler als Wappen. Ab Mitte 2011 werden deutsche Gedenkmünzen in Normalausführung "Stempelglanz" aus Kostengründen nur noch aus einer Kupfer-Nickel-Legierung geprägt.
20 Euro Serie "Deutscher Wald" aus Gold

Ab 2010 erscheinen in Deutschland 6 Goldmünzen zu je 20 Euro aus der Serie Deutscher Wald. Die Münzen haben ein Gewicht von 1/8 Unze Feingold und sind streng limitiert. Aufgrund der geringen Auflagen von jeweils nur 40.000 Stück in den fünf deutschen Prägestätten werden diese Münzen jetzt schon als Raritäten bezeichnet. Der dritte Goldeuro Fichte zeigt als Motiv einen Fichtenzweig. Die gemeinsame Rückseite aller sechs Münzen zeigt den deutschen Bundesadler in klassischer Form sowie den Nominalwert,das Ausgabejahr, die Prägestätte sowie die zwölf Europasterne.
100 Euro Serie "Weltkulturerbe Deutschland" aus Gold
Gedenkmünzen zu 100 Euro zeigen deutsche Altstädte die auf Grund ihrer historischen Bauten zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Goldmünzen zu 100 Euro werden aus 999,9er Feingold geprägt und sind limitiert. Zahlreiche deutsche Münzen aus Gold mit begehrten Motiven in limitierten Auflagen verzeichnen eine hohe Wertsteigerung


