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1898 |
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10.
Februar: Bertholt (Eugen Berthold Friedrich) Brecht wird als Sohn des kaufmännischen
Angestellten Berthold Brecht und dessen Frau Sophie (geb. Brezing)
in Augsburg geboren. |
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1916 |
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Bekanntschaft
mit Paula Banholzer. |
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1917 |
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Notabitur
im Ersten Weltkrieg. |
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Immatrikulation
an der Universität München für Medizin und Naturwissenschaften.
Brecht nimmt dieses Studium allerdings nie ernsthaft auf, da
er in erster Linie literarisch arbeiten will. |
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1918 |
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1.
Oktober: Brecht wird als Lazarettsoldat eingezogen. |
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November:
Mitglied des Augsburger Arbeiter- und Soldatenrates. |
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1919 |
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30.
Juli: Geburt von Brechts und Banholzers Sohn. |
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1922 |
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29.
September: Uraufführung seines kritisch-engagierten, linksorientierten
Stücks "Trommeln in der Nacht" in München. |
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Die
Buchausgabe seines ersten Dramas "Baal" erscheint.
Es liegt bereits seit zwei Jahren vor, wurde jedoch vom Verlag
nicht gedruckt, da ein Verbot befürchtet wurde. |
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3.
November: Heirat mit der Opernsängerin Marianne Zoff. Aus der
Ehe geht eine Tochter hervor. |
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Bei
der Premiere von "Trommeln in der Nacht" in Berlin
lernt Brecht Helene Weigel kennen. |
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1924 |
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Er
siedelt nach Berlin über, wo er zusammen mit Carl Zuckmayer
als Dramaturg für Max Reinhardt am Deutschen Theater tätig
ist. |
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ab 1926 |
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In
sogenannten Lehrstücken erläutert er auf Grundlage des Marxismus
gesellschaftliche Mißstände. Obwohl er mit den revolutionären
Zielen der Kommunisten sympathisiert, wird er nie Mitglied
der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). |
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3.
November: Geburt des Sohns von Brecht und Weigel. |
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1927 |
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Mitarbeit
am Theater Erwin Piscators. |
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Scheidung
von seiner Frau. |
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1928 |
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Gemeinsam
mit Kurt Weill Bearbeitung der "Beggar's Opera".
Völlige Umgestaltung des Stücks, das als "Dreigroschenoper"
im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin mit großem Erfolg uraufgeführt
wird. Die "Dreigroschenoper" kann als erstes Stück
des sogenannten epischen Theaters angesehen werden. Brecht
strebt nicht mehr die Identifikation der Zuschauer mit seinen
Heldinnen und Helden an, sondern eine kritische Distanz, die
er durch Verfremdung erzielen will. |
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1929 |
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10.
April: Heirat mit Weigel, mit der er ein weiteres Kind hat. |
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1930 |
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Die
Uraufführung der Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny"
in Leipzig endet als Theaterskandal |
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28.
Oktober: Geburt der Tochter. |
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1931 |
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Uraufführung
des Films "Die Dreigroschenoper". |
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Arbeit
am Drehbuch zu dem Film "Kuhle Wampe oder: Wem gehört
die Welt?", der die Probleme des Proletariats zeigt. |
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1932 |
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31.
März: Die Filmprüfstelle in Berlin verbietet den Film "Kuhle
Wampe" wegen kommunistischer Agitation. |
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30.
Mai: Nach großem öffentlichem Protest wird der Film in einer
entschärften Fassung uraufgeführt. |
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1933 |
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28.
Februar: Einen Tag nach dem Reichstagsbrand verläßt Brecht
mit seiner Familie Deutschland und begibt sich über Prag nach
Wien, in die Schweiz und schließlich nach Dänemark. |
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Während
des Exils entstehen viele seiner Gedichte, die fast ausschließlich
dem antifaschistischen Kampf gewidmet sind. Er arbeitet dabei
eng mit Walter Benjamin und Hanns Eisler zusammen. |
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1935 |
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Brecht
wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt |
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Juni:
Teilnahme am Ersten Internationalen Schriftstellerkongreß in
Paris. |
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1937 |
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16.
Oktober: "Die Gewehre der Frau Carrar" wird in Paris
mit Weigel als Carrar uraufgeführt. |
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1939 |
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Mitarbeit
an der Übersetzung der Erinnerungen von Martin Andersen Nexö
(1869-1954). |
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Mai:
Wegen der Kriegsgefahr Übersiedlung nach Schweden. |
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1940 |
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Nach
dem Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark und Norwegen
Übersiedlung nach Finnland. |
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1941 |
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Übersiedlung
in die USA. |
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Das
Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" entsteht. |
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1943 |
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In
New York trifft Brecht mit vielen emigrierten Intellektuellen
zusammen. |
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Er
wird Mitglied beim "Council for a Democratic Germany". |
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Brechts
und Banholzers Sohn fällt als deutscher Soldat an der Ostfront. |
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1945 |
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Nach
Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ändert Brecht
die Konzeption für "Galileo Galilei". In der ersten,
dänischen Fassung stellte Galilei den unabhängigen Wissenschaftler
dar. In der zweiten, amerikanischen Fassung wird sein Forschertum
durch politisches Versagen zu einem rücksichtslosen Laster,
das nur den Machthabern dient. In der dritten, Berliner Fassung
(1956) beklagt Galilei seine Verantwortungslosigkeit. |
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1947 |
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Aufführung
von "Galileo Galilei" in Beverly Hills. |
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Vorladung
vor das Komitee für unamerikanische Tätigkeit in Washington.
Sofort danach Abreise aus den USA in die Schweiz. |
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1949 |
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11.
Januar: Premiere von "Mutter Courage und ihre Kinder"
in Zürich mit Weigel als Courage. |
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Brecht
engagiert Schauspieler für ein eigenes Ensemble, mit dessen
Gründung Weigel beauftragt wurde. |
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Übersiedlung
nach Ost-Berlin. |
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12.
November: Das "Berliner Ensemble" stellt sich mit
"Herr Puntila und sein Knecht Matti" erstmals der
Öffentlichkeit vor. Brecht leitet als Erster Spielleiter des
Theaters die künstlerische Arbeit. |
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1950 |
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Brecht
nimmt an der Gründungsveranstaltung der Deutschen Akademie
der Künste teil, deren Vizepräsident er 1954 wird. |
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1951 |
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7.
Oktober: Brecht wird mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. |
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1953 |
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Mai:
Brecht wird von der 5. Generalversammlung des PEN-Zentrums
Ost und West zum Präsidenten gewählt. |
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17.
Juni: Wie viele Intellektuelle der DDR befürwortet Brecht zunächst
das restriktive Vorgehen der Sozialistischen Einheitspartei
Deutschlands (SED) gegen die Demonstranten. Kurz darauf distanziert
er sich in seinen "Buckower Elegien" von der Partei. |
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1954 |
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Umzug
des "Berliner Ensembles" in das Theater am Schiffbauerdamm. |
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18.
Dezember: Verleihung des "Stalin-Preises für Frieden und
Verständigung zwischen den Völkern". |
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1955 |
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Brecht
spricht auf der Tagung des Deutschen Friedensrats in Dresden.
Er übergibt ihm eine Petition mit über 175.000 Unterschriften
gegen die Pariser Verträge, die die Aufnahme der BRD in das
westliche Verteidigungsbündnis North Atlantic Treaty Organization
(NATO) vorsehen. |
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1956 |
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Teilnahme
am VI. Deutschen Schriftstellerkongreß. |
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14.
August: Bertolt Brecht stirbt an den Folgen eines Herzinfarkts. |