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Sebastian
Münster wurde am 20. Januar 1488 in Ingelheim am Rhein geboren. Nach
dem Studium an der Ordenshochschule der Franziskaner in Heidelberg
trat er 1505 mit 17 Jahren dem Franziskanerorden bei. Die Ordensoberen
schickten den außergewöhnlich sprachbegabten Studenten 1507 zunächst
nach Löwen und Freiburg im Breisgau. Während des etwa einjährigen Studienaufenthalts
in Freiburg begeisterte ihn sein Lehrer Gregor Reisch, Prior der dortigen
Kartause, vor allem für Hebräisch und Geographie. 1509 ging Münster
nach Rouffach, wo er Schüler von Konrad Pelikan wurde und sich in Griechisch,
Hebräisch, Mathematik, Astronomie und Geographie weiterbildete. Von
1514 bis 1518 war Münster als Lektor an der Ordenshochschule der Franziskaner
in Tübingen tätig, wo er auch seine astrologischen Studien bei dem
berühmten Astronom Johannes Stöffler fortsetzte. Ab 1518 lehrte er
wieder an der Ordenshochschule in Basel und von 1521 bis 1529 in Heidelberg,
wo ihn Kurfürst Ludwig V. dann 1524 als Professor für Hebräisch an
die Universität Heidelberg berief. 1529 trat er aus dem Franziskanerorden
aus und folgte einem Ruf an die Universität Basel. 1544 erschien die
erste Ausgabe der Cosmographia, deren Übersetzungen, Neuauflagen und
Erweiterungen ihn zeitlebens beschäftigten. 1547 wurde Münster zum
Rektor der Universität Basel berufen. Am 26. Mai 1552 starb er an den
Folgen der Pest. |
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